Silhouette

Zu einigen alten und geschichtsträchtigen Gebäuden der Stadt gibt es hier Informationen.

 

Bahnhof

Bahnhof

Der Bahnhof wurde 1844 bis 1847 erbaut. 1846 traf der erste Zug aus Bautzen ein. 1848 wurde die Eisenbahnlinie Zittau - Löbau in Betrieb genommen.
Eine umfassende Renovierung erfolgte 1992/1993.

Bahnhof

Der kleine Bau des Taxiunternehmens links (Postkarte 1965 oben) wurde umgesetzt und befindet sich heute dort, wo einst grüne Hecken die Fahrgäste begrüßten (Postkarte 1980 unten).

Bahnhof

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Gymnasium

Geschwister-Scholl-Gymnasium Löbau

Gymnasium

Das heutige Gymnasium befindet sich im Hause des ehemaligen Königlichen Lehrerseminars von 1876.

Gymnasium

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Johanniskirche

InfoDie Johanniskirche zählt zu den ältesten Bauwerken in Löbau.

Johanniskirche

Erstmals erwähnt wurde sie 1336 als Klosterkirche des Franziskanerordens. Die Weihe zu "Sankt Johannis" wurde durch Bischof Witogo II zu Meißen vollzogen. Später wurde sie Bürgern, vorwiegend Wenden, zur Nutzung übergeben und als wendische Kirche weitergeführt.

Im Jahr 1565 bekam die Stadt das Klostergebäude geschenkt und baute 1855 das jetzige Gebäude (die ehemalige Preuskerschule) auf. In den Fundamenten befinden sich Mauerreste des Klosters.

Der Name Johanniskirche erschien 1667, nachdem die Kirche nach einem weiteren Stadtbrand gründlich erneuert worden war. Im Siebenjährigen Krieg diente sie als Garnisonskirche.

Bis 1966 wurden in der Kirche evangelische Gottesdienste und Feierlichkeiten durchgeführt. Danach driftete sie bis zur Wende ein Dasein als verpachteter Lagerraum.

Johanniskirche

JohanniskircheIm Jahre 1994 wurde die Johanniskirche in kommunales Eigentum der Stadt übertragen. Das Gebäude wurde von 1996 bis 2001 einer vollständigen Sanierung unterzogen und zum "Kulturzentrum des Sechsstädtebundes der Euroregion Neiße" umgebaut.

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Mittelschule

Schild
Nach dem Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827) sind die meisten sächsischen Schulen benannt.

 

Pestalozzischule

 

Eingang Mädchen Eingang Knaben
Eingang Mädchen Eingang Knaben

Die früher üblich getrennten Eingänge für Mädchen und Jungen sind noch heute so über den Türbögen sichtbar.

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Villa Sandt

Villa Sandt

Die Initialen "J. S." stehen für Carl Julius Sandt (1856 - 1928). Er war Direktor der Brauerei und Förderer der Stadt Löbau.

Julius Sandt war seit 1875 in der Brauerei Löbau tätig; seit 1879 oblag ihm die Geschäftsleitung. Er gehörte dem Sparkassenausschuss (1890 - 1898) und dem Schulausschuss (1899 - 1905) an. Ferner gründete Sandt 1890 die Actien-Malzfabrik Löbau auf der heutigen Fichtestraße.

SandtAb 1896 betrieb er die "Sächsisch-Schlesische Kohlensäure Industrie G.m.b.H.". Seit 1906 war Julius Sandt Stadtverordneter.

Sandt baute die Löbauer Bank mit auf und war 1892 bis 1919 Aufsichtsratsmitglied, von 1915 bis 1919 als Vorsitzender.

Ab 1891 arbeitete Julius Sandt im Komitee der Löbauer Kriegervereine mit, die die Errichtung eines Denkmals anregten. Auf Initiative Sandts soll später das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am heutigen Friedenshain errichtet worden sein.

Im Jahre 1894 kam es Dank seines Einsatzes als Vorsteher des Bürgervereins zur Gründung eines Museums. Er wurde dessen Vorsitzender und leitete es bis zu seinem Tode.

1918 rief Sandt eine Stiftung ins Leben, die jungen Leuten mit Interesse für Stenografie galt. Die Errichtung des am 23.10.1927 eingeweihten Kriegerehrenmals am Löbauer Berg für die Gefallenen im I. Weltkrieg war seiner Initiative zu verdanken.

Auf dem Grundstück des Kohlensäurewerkes bezog Sandt mit seiner Familie 1911 das Haus, das heute als "Villa Sandt" bekannt ist.

Villa Sandt  Villa Sandt

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Einst - heute

MALZFABRIK, VEGRO und KORNHAUS

Der frühere Industriekomplex wurde 2006 abgerissen. Die Malzfabrik als erster Bau bot stadteinwärts aus Richtung Bautzen kommend kein einladendes Bild (oben links).

Mai 1999Mai 1999April 2004Mai 1999Juli 2006Juli 2006August 2006Mai 1999August 2006Mai 1999April 20072006Mai 1999

InfoVegro wurde im Jahre 1883 durch die Gebrüder Müller gegründet. 1945 wurde das Werk im Mai geschlossen, ab Herbst die Produktion wieder aufgenommen. Durch Volksentscheid 1946 erfolgte die entschädigungslose Enteignung. Im Jahr 1953 wurde das Löbauer Werk an die Vegro-Textilwerke in Kirschau angegliedert. Von 1986 bis 1988 ist das Werk für 52 Mio. Mark und 15 Mio. DM modernisiert und mit der damals modernsten Textiltechnik ausgerüstet worden. Obwohl die Deckenproduktion Weltniveau hatte, kommt für die 200 Mitarbeiter 1991/1992 das Aus.

Lautex
2005 - Grafitti am alten Lautex-Betrieb
(abgerissen im Zuge der Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2012)
Brücke
Mai 2002 - Brücke der Jugend
verhüllt wegen Erhaltungsmaßnahmen
Wettiner Platz
2000 - Freifläche am Wettiner Platz
(Hier stand mal der "Oberlausitzer Hof")
    Oberlausitzer Hof
Zum Vergleich: Postkarte von 1980 mit dem "Oberlausitzer Hof"