Frühere Badeanstalt

 

Historie

Punkt Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1714 zurück, als der damalige regierende Bürgermeister den Eisenbrunnen reinigen und einfassen ließ. Es dauerte jedoch über 100 Jahre, bis die vier Salzquellen und zwei Eisen- und Stahlquellen in besondere Röhren eingeleitet wurden. Danach konnten Schwefelwasser, Eisenwasser und Salzwasser als natürliche Mineralwässer genutzt werden. Die eisen- und salzhaltigen Quellen gehörten zu den reichhaltigsten in Sachsen.

Punkt Die Errichtung eines einfachen Brunnentempels ermöglichte es, geordnete Trink- und Badekuren auszuführen. Ein öffentlicher Trinkbrunnen entstand am Brunnenweg mit der Aufschrift "Salzquelle". Eine kleine Badeanstalt mit sechs Badestuben wurde 1824 eingerichtet. 1851 wurden die Mineralquellen eingefasst und das Mineralbad 1860 mit einer Dampfbadeeinrichtung versehen.

Punkt Der Stadtrat erwarb 1871 das Grundstück, auf dem 1875 ein Badehaus eingeweiht wurde. Damit war nahe der Mineralquellen ein massives Badehaus für den Kurbetrieb geschaffen. Vor allem durch seinen Baustil erlangte das Haus große Popularität.

Punkt Nach einem Besuch König Alberts von Sachsen im Jahre 1878 gestattete dieser, dass das Stadtbad seinen Namen führen darf. Das Angebot des "König-Albert-Bades" umfasste Wasserbäder aus der Eisenquelle, medizinische Bädern, russische Dampfbäder, römische Heißluftbäder, nasse Packungen und Wickel.

Punkt Erste kostenintensive Erneuerungsarbeiten waren um 1900 nötig. Den königlichen Namen verlor die Badeanstalt im Zuge der Revolution 1918. Als "Stadtbad" bestand es weiter.

Punkt Die letzten Umbauten bzw. Veränderungen gab es 1975, bevor 1992 die Nutzung und damit das physiotherapeutische Angebot vollständig eingestellt wurde.

Fotos